Symbole oder Stützpunkte der Macht? Die Burgen im Hegau im Dreißigjährigen Krieg
Der Hegau ist eine Landschaft mit einer außergewöhnlich hohen Dichte an Burgen. Der Dreißigjährige Krieg (1618 – 1648) hat diese Kulturlandschaft geprägt, denn sehr viele der Hegau-Burgen wurden in den Wirren des langen Konfliktes zerstört und blieben bis heute Ruinen.
Bekannt sind die fünf Belagerungen der Festung Hohentwiel, die aber nicht im Mittelpunkt dieses Vortrags stehen. Vielmehr soll der Blick vor allem auf die Funktion zahlreicher anderer Wehranlagen in dieser Zeit gerichtet werden, wie den Hohenstoffeln, den Hohenhewen, den Hohenkrähen, den Mägdeberg, Schloss Randegg, das Rosenegg, die Homburg, die Nellenburg und weitere Burgen. Es wird der Frage nachgegangen, ob die Konfliktparteien Burgen eher als Symbole oder als Stützpunkte der Macht sahen und welche Funktionen den Burgen zukamen. Die Auswertung vieler bislang unbekannter Quellen aus zahlreichen Archiven in mehreren Ländern im Rahmen eines langjährigen Forschungsprojekts liefert neue Erkenntnisse zu den zeitlichen Abläufen und zu den Überlegungen der militärisch Verantwortlichen. So kann ein deutlich klareres Bild vom Ende vieler Hegauburgen gezeichnet werden als bisher.
Die Veranstaltung findet im Rathaus Singen, Bürgersaal (Hohgarten 2, 78224 Singen) statt.
Verantwortlich: Hegau Geschichtsverein e.V.
Veranstalter: Stadt Singen
Hinweise für Teilnehmende
Teilnehmer
Max. 150 Personen