Erzählzeit ohne Grenzen mit Melara Mvogdobo
Melara Mvogdobo liest aus Großmütter
In knapper, wie gemeißelter, Sprache erzählt dieser Roman von zwei Großmüttern: die eine aus einer armen Schweizer Bauernfamilie, die andere aus einer wohlhabenderen Familie in Kamerun. Ihre Kindheiten, Hoffnungen und Enttäuschungen spielen in zwei Welten. Doch gleichen sich die Demütigungen, die ihre Ehen prägen. Aus all dem wächst eine lange unterdrückte Wut, die sich schließlich, nicht zuletzt durch die Hilfe ihrer Enkeltöchter, in einen Befreiungsschlag verwandelt. Ein souverän erzählter Roman über zwei Frauen, die sich auf überraschende Weise aus ihrem vermeintlich festgeschriebenen Schicksal lösen.
Melara Mvogdobo, in Luzern geboren, lebte nach dem Pädagogikstudium und der Geburt ihrer drei Söhne in der Dominikanischen Republik, in Kamerun und wieder in der Schweiz. 2022 zog sie nach Andalusien, 2023 erschien ihr erster Roman »Von den fünf Schwestern, die auszogen, ihren Vater zu ermorden«. Ihr aktueller Roman »Großmütter« war für den Schweizer Buchpreis nominiert.
Melara Mvogdobo: Großmütter. Transit 2025
Moderation: Friederike Gerland, Städtische Bibliotheken Singen